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2023 – fotografischer Rückblick

2023 war – zumindest in meiner Erinnerung – nicht sehr ergiebig, fotografisch gesehen. Eine größere, Foto-orientierte Reise gab es nicht und auch sonst war einfach viel zu tun. Bei Durchsicht meiner Ausbeute war ich allerdings überrascht, dass die doch einigermaßen reichlich ausfiel. Bei kleinen Streifzügen kommt eben auch einiges zusammen.

So war ich in der ersten Jahreshälfte mehrfach im bayerischen Voralpenland unterwegs. Insbesondere galt meine Suche dem Feuersalamander. Gut fünfmal ging ich jedoch vergebens auf die Suche, bis es endlich klappte, und ich die richtige Gegend, und vor allem das richtige Wetter erwischte. Je mehr Regen, desto besser, lernte ich. Nicht immer war ich jedoch wegen Fotos unterwegs, trotzdem gab es immer wieder fotografischen „Beifang“, z.B. beim Kloster Andechs.

Mit einem neuen Objektiv – endlich leistete ich mir ein brauchbares Makro – bekam ich auch Spaß an der „kleinen Welt“ und ging einige Male bäuchlings auf Blümchenjagd.

Aber erst im Sommer kam das Makro-Objektiv dann ausführlich zum Einsatz, als ich kurzentschlossen, sozusagen als Ersatz für eine Fotoreise, noch einmal einen Online-Workshop bei den kreativen Jungs von zeitweise belegte.

Zwei kurze Reisen gab es in der ersten Jahreshälfte aber doch: eine führte einmal wieder zum venezianischen Karneval, die andere für einige Tage nach Lissabon:

Die Ausflüge in die Streetfotografie in Lissabon machten mir, wie immer, Spaß. Ein bisschen Reportage und Street kam im Laufe des Jahres noch bei verschiedenen Events dazu – so etwas reizt mich immer wieder und wird hoffentlich in Zukunft öfter wiederholt werden.

Im Sommer und Herbst hielt ich mich dann mehrfach im Ruhrgebiet auf, die Kamera war immer dabei, und so gab es immer wieder erfolgreiche Ausflüge – schließlich erwischte ich am Baldeneysee sogar ein lange gesuchtes Traum-Motiv: einen Eisvogel!

Auf dem Rückweg von einer dieser Fahrten widmete ich noch ein Wochenende komplett der Fotografie. Kai Hornung zeigte uns rund um Bad Wildungen die Geheimnisse der Baum- und Waldfotografie. Ein bisschen fremdele ich noch mit diesem Sujet, auf jeden Fall bin ich aber jetzt sehr motiviert, mein Glück öfter einmal zu versuchen.

Meine inzwischen sehr lieb gewonnenen Abstecher in die Dolomiten – nur gute zwei Stunden von mir entfernt – fielen dieses Jahr ebenfalls kurz aus. Einige „Klassiker“ bekamen Revivals, und mit den Ergebnissen bin ich ganz zufrieden – seit meinen ersten Versuchen in Landschaftsfotografie vor rund 6 Jahren hat sich doch einiges getan. Besonders schön war der herbstliche Ausflug zum Lago Federa, den ich zum ersten Mal besuchte.

Währenddessen war der Herbst in Tirol eher unergiebig. Wegen des warmen Wetters blieben die Bäume lange grün, ein heftiger Wintereinbruch Anfang Dezember war dann zwar sehr malerisch, richtete aber auch einige Schäden an. Und wie immer in diesem Jahr war mein zeitlicher Spielraum nicht gerade groß.

Ein einmaliges Erlebnis war dann das Polarlicht, das ich über der Nordkette fotografierte (wiewohl das Bild selbst mehr Beleg als Kunst ist ;)), und das gewissermaßen schon einen Ausblick auf das kommende Jahr gibt. 2024 soll endlich wieder mehr Freiraum für die Fotografiererei sein, und ganz besonders freue ich mich schon auf eine Tour auf die Lofoten. Drückt mir die Daumen für ein paar schöne Polarlicht-Nächte!

1 Gedanke zu „2023 – fotografischer Rückblick“

  1. Vera Hochschwarzer

    Liebe Kerstin,
    deine Texte sind ein fast ebenso großer Genuss wie deine Fotoarbeiten – danke!!!
    Herzliche Grüße
    Vera

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